Nährstoffmangel bei Cannabis: So diagnostizieren, beheben und verhindern Sie Probleme bei Ihren Cannabispflanzen
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Nährstoffmangel bei Cannabis gehört zu den häufigsten Problemen, mit denen Züchter konfrontiert sind, wird jedoch auch am häufigsten falsch diagnostiziert. Gelbe Blätter, verbrannte Blattränder, verdrehte Triebe und eine verlangsamte Entwicklung lassen Züchter oft vermuten, dass in ihrem Düngeprogramm ein Dünger fehlt. Tatsächlich werden Nährstoffmängel jedoch häufig durch eine schlechte Nährstoffaufnahme verursacht und nicht durch einen tatsächlichen Nährstoffmangel.
Es ist entscheidend, den Unterschied zu verstehen.
Eine gesunde Cannabispflanze ist in jeder Wachstumsphase auf eine ausgewogene Versorgung mit Makronährstoffen, Sekundärnährstoffen und Mikronährstoffen angewiesen. Die Verfügbarkeit von Nährstoffen ist jedoch nur ein Teil des Ganzen. Die Gesundheit der Wurzeln, der pH-Wert, die Bewässerungspraktiken, die Substratbedingungen und Umweltfaktoren beeinflussen allesamt, ob diese Nährstoffe tatsächlich aufgenommen werden können.
In diesem Leitfaden wird erläutert, wie man häufige Nährstoffmängel bei Cannabis erkennt, versteht, warum sie auftreten, und wirksame Abhilfemaßnahmen ergreift, um künftige Probleme zu vermeiden.
Nährstoffmangel bei Cannabispflanzen verstehen
Ein Nährstoffmangel tritt auf, wenn eine Cannabispflanze nicht genügend eines bestimmten Elements aufnehmen kann, um ein normales Wachstum und eine normale Entwicklung zu gewährleisten. Dies kann daran liegen, dass der Nährstoff im Düngeprogramm fehlt, im Wurzelbereich nicht verfügbar ist oder zwar vorhanden, aber aufgrund ungünstiger Anbaubedingungen nicht verwertbar ist.
Umfassende Düngeprogramme wie „Athena Pro Line“ und „Athena Blended“ sind darauf ausgelegt, während des gesamten Wachstumszyklus der Cannabispflanze eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu gewährleisten. In vielen Fällen werden Mangelerscheinungen nicht durch fehlende Nährstoffe verursacht, sondern durch Bedingungen im Wurzelbereich, die die Nährstoffaufnahme einschränken.
Nährstoffmangel sollte nicht mit Nährstoffvergiftungen oder Nährstoffantagonismus verwechselt werden. Ein Übermaß an Dünger kann Vergiftungserscheinungen hervorrufen und gleichzeitig die Aufnahme anderer Nährstoffe beeinträchtigen, sodass Pflanzen auch bei reichlich vorhandenen Nährstoffen einen Mangel zu zeigen scheinen.
Cannabis benötigt drei Gruppen von Nährstoffen:
Makronährstoffe
- Stickstoff (N)
- Phosphor (P)
- Kalium (K)
Diese Nährstoffe werden in den größten Mengen benötigt und fördern das vegetative Wachstum, die Blüte sowie die gesamte Biomasseproduktion.
Sekundäre Nährstoffe
- Kalzium
- Magnesium
- Schwefel
Obwohl sie in geringeren Mengen als NPK benötigt werden, sind Sekundärnährstoffe für eine gesunde Zellentwicklung, die Photosynthese und die Stoffwechselfunktionen nach wie vor unverzichtbar.
Mikronährstoffe
- Eisen
- Zink
- Mangan
- Kupfer
- Bor
Es sind zwar nur geringe Konzentrationen erforderlich, doch ein Mangel kann die Pflanzengesundheit und den Ertrag erheblich beeinträchtigen.
Mobile vs. immobile Nährstoffe
Zu wissen, ob ein Nährstoff mobil oder immobil ist, ist oft der schnellste Weg, um eine Diagnose einzugrenzen, bevor man den pH-Wert, die Leitfähigkeit (EC) oder die Nährstoffkonzentrationen im Gewebe misst.
Mobile Nährstoffe können von älteren Blättern in neue Triebe gelangen, um deren Wachstum zu unterstützen.
Beispiele hierfür sind:
- Stickstoff
- Phosphor
- Kalium
- Magnesium
Mangelsymptome treten zunächst an den unteren, älteren Blättern auf.
Unbewegliche Nährstoffe können nach ihrer Ablagerung nicht mehr umverteilt werden.
Beispiele hierfür sind:
- Kalzium
- Eisen
- Bor
Mangelerscheinungen treten zunächst an den neuen Trieben auf, da diese Nährstoffe nicht aus älterem Gewebe umverteilt werden können.
Wenn man weiß, wo die Symptome auftreten, lässt sich die Diagnose oft eingrenzen, bevor weitere Untersuchungen erforderlich sind.
Nährstoffmangel oder Problem bei der Nährstoffaufnahme?
Viele Erzeuger gehen davon aus, dass gelbe Blätter oder Wachstumsstörungen darauf hindeuten, dass im Düngungsprogramm ein Nährstoff fehlt. Tatsächlich treten echte Nährstoffmängel seltener auf als Probleme bei der Nährstoffaufnahme.
Selbst wenn Nährstoffe im Wurzelbereich vorhanden sind, können Pflanzen diese unter ungünstigen Wachstumsbedingungen möglicherweise nicht aufnehmen.
Zu den häufigen Ursachen für eine verminderte Nährstoffaufnahme zählen:
- Erhöhter oder instabiler pH-Wert des Substrats
- Zu hoher EC-Wert des Substrats oder Salzansammlung
- Schlechter Wurzelzustand
- Zu viel oder zu wenig Wasser
- Niedrige Temperaturen im Wurzelbereich
- Hoher VPD-Wert oder andere Umweltbelastungen
- Mangelnde Gleichmäßigkeit der Bewässerung
Infolgedessen können Pflanzen Mangelerscheinungen zeigen, selbst wenn ausreichend Nährstoffe vorhanden sind. Bevor Sie die Düngerkonzentrationen erhöhen, sollten Sie stets den Wurzelbereich und die Wachstumsbedingungen überprüfen, um festzustellen, ob nicht vielmehr die Nährstoffaufnahme als vielmehr die Nährstoffversorgung das eigentliche Problem ist.
Die Rolle des pH-Werts und der Nährstoffaufnahme
Viele Erzeuger machen sofort den pH-Wert dafür verantwortlich, wenn Mangelerscheinungen auftreten. Der pH-Wert beeinflusst zwar zweifellos die Nährstoffverfügbarkeit, ist jedoch nur ein Teil eines viel größeren Systems.
Die Nährstoffaufnahme hängt ab von:
- Wurzelgesundheit
- Sauerstoffverfügbarkeit
- Bewässerungsmanagement
- Wasserqualität
- EC-Wert im Wurzelbereich
- Umgebungsbedingungen
- Stabiler pH-Wert
Die meisten Cannabisanbausysteme erzielen gute Ergebnisse bei einem pH-Wert im Wurzelbereich zwischen etwa 5,5 und 6,8, je nach Substrat und Anbaumethode.
Starke oder häufige pH-Schwankungen sind oft schädlicher als die Aufrechterhaltung eines stabilen Wertes, der leicht außerhalb des herkömmlichen Zielbereichs liegt.
Ein hoher pH-Wert kann die Verfügbarkeit von Eisen, Mangan, Zink und anderen Mikronährstoffen verringern.
Ein niedriger pH-Wert kann die Aufnahme von Kalzium und Magnesium verringern und gleichzeitig die Löslichkeit bestimmter Elemente auf ein unerwünschtes Maß erhöhen.
Bevor Sie die Düngermenge erhöhen, sollten Sie stets Folgendes überprüfen:
- pH-Wert des Futters
- pH-Wert im Wurzelbereich
- Feed EC
- EC-Wert im Wurzelbereich
Viele scheinbare Mangelerscheinungen sind in Wirklichkeit auf eine Nährstoffblockade oder eine verminderte Nährstoffaufnahme zurückzuführen, die durch Stress im Wurzelbereich verursacht wird.
Kurzübersicht: Häufige Nährstoffmängel bei Cannabis
Die folgende Tabelle bietet einen schnellen Überblick über die häufigsten Nährstoffmängel bei Cannabis. Nutzen Sie sie als Ausgangspunkt für die Diagnose und überprüfen Sie anschließend den Zustand des Wurzelbereichs, den pH-Wert, den EC-Wert sowie die Bewässerungspraktiken, bevor Sie Anpassungen an Ihrem Düngungsprogramm vornehmen.
Diagnose individueller Nährstoffmängel
Stickstoffmangel
Stickstoffmangel ist einer der am leichtesten zu erkennenden Nährstoffmängel.
Zu den Symptomen gehören:
- Gleichmäßige Gelbfärbung der unteren Fächerblätter
- Langsames vegetatives Wachstum
- Verminderte Vitalität
- Kleinere Pflanzen
Diagnose:
Da Stickstoff innerhalb der Pflanze mobil ist, geben ältere Blätter Stickstoff ab, um neues Wachstum zu unterstützen. Daher treten Mangelerscheinungen in der Regel zuerst an den ältesten Blättern auf und breiten sich mit zunehmendem Mangel nach oben aus. Die Gelbfärbung ist typischerweise gleichmäßig über das gesamte Blatt verteilt und tritt nicht als Chlorose zwischen den Blattadern oder als Randverbrennung auf. Bevor Sie die Stickstoffzufuhr erhöhen, sollten Sie sicherstellen, dass der Zustand des Wurzelbereichs, die Bewässerungspraktiken, der EC-Wert des Substrats und die Umgebungsbedingungen die Nährstoffaufnahme nicht einschränken.
Phosphormangel
Phosphormangel tritt bei ordnungsgemäß gedüngtem Cannabis seltener auf, kann jedoch auftreten, wenn die Temperaturen im Wurzelbereich niedrig sind oder die Phosphoraufnahme eingeschränkt ist.
Zu den Symptomen gehören:
- Dunkelgrünes Laub
- Violette Stängel oder Blattunterseiten
- Langsames Wachstum
- Verzögerte Blüte
Diagnose:
Phosphor ist ein mobiler Nährstoff, daher treten Mangelerscheinungen in der Regel zuerst an älteren Blättern auf, da die Pflanze Phosphor umverteilt, um neues Wachstum zu unterstützen. Violette Stängel allein sind kein verlässlicher Indikator für einen Phosphormangel, da sie auch genetische Ursachen, die Beleuchtung oder Umweltstress haben können. Bevor Sie die Phosphorzufuhr erhöhen, sollten Sie die Temperatur im Wurzelbereich, den pH-Wert und die Leitfähigkeit (EC) des Substrats, die Bewässerungspraktiken sowie den allgemeinen Gesundheitszustand der Wurzeln überprüfen.
Kaliummangel
Ein Kaliummangel zeigt sich in der Regel zuerst an den Rändern älterer Blätter.
Zu den Symptomen gehören:
- Verbrannte Blattränder
- Nekrose an den Blatträndern
- Gewellte Blätter
- Schwache Stängel
Diagnose:
Kalium ist ein mobiler Nährstoff, daher treten die Symptome zunächst an älteren Blättern auf, da das Kalium in den Neuaustrieb umverteilt wird. Die Symptome entwickeln sich typischerweise von einer Gelbfärbung entlang der Blattränder hin zu verbrannten, nekrotischen Rändern. Da diese Symptome stark an Salzstress oder Umweltschäden erinnern, sollten Sie stets den EC-Wert des Substrats, die Bewässerungspraktiken und den Gesundheitszustand der Wurzeln überprüfen, bevor Sie die Kaliumzufuhr erhöhen.
Kalziummangel
Ein Kalziummangel wirkt sich auf schnell wachsendes Gewebe aus, da Kalzium innerhalb der Pflanze nicht mobil ist.
Zu den Symptomen gehören:
- Braune Flecken auf neuen Blättern
- Verdrehtes neues Wachstum
- Deformierte Blätter
- Schwache Stängel
Diagnose:
Da Kalzium nicht mobil ist, treten die Symptome zunächst an den jüngsten Blättern und den Triebspitzen auf. Der Kalziumtransport hängt von der Transpiration ab, weshalb Umweltbedingungen wie Luftfeuchtigkeit, Luftzirkulation und Bewässerung ebenso wichtig sind wie die Nährstoffkonzentration. Überprüfen Sie den Zustand des Wurzelbereichs, bevor Sie die Kalziumzufuhr erhöhen.
Magnesiummangel
Ein Magnesiummangel äußert sich durch eine Chlorose zwischen den Blattadern an älteren Blättern.
Zu den Symptomen gehören:
- Gelbes Gewebe zwischen grünen Adern
- Ältere Blätter sind zuerst betroffen
- Fortschreitende Gelbfärbung
- Nekrotische Fleckenbildung bei Nichtbehandlung
Diagnose:
Magnesium ist ein mobiler Nährstoff, daher treten die Symptome zunächst an älteren Blättern auf. Die charakteristischen grünen Blattadern, die von gelbem Gewebe umgeben sind, helfen dabei, einen Magnesiummangel von einem Stickstoffmangel zu unterscheiden. Bevor Sie die Magnesiumzufuhr erhöhen, sollten Sie den EC-Wert und den pH-Wert des Substrats sowie den Gesundheitszustand des Wurzelbereichs überprüfen.
Schwefelmangel
Ein Schwefelmangel ähnelt einem Stickstoffmangel, tritt jedoch typischerweise an jüngeren Blättern auf.
Zu den Symptomen gehören:
- Gleichmäßige Gelbfärbung des Neuaustriebs
- Langsame Entwicklung
- Verminderte Vitalität
Diagnose:
Schwefel ist ein mobiler Nährstoff, doch seine Mobilität innerhalb der Pflanze ist begrenzt. Daher treten Mangelerscheinungen in der Regel eher an jüngeren Blättern als an älteren Blättern auf. Da ein Schwefelmangel einem Stickstoffmangel sehr ähnlich ist, lässt sich anhand der Lage der Symptome oft am besten zwischen beiden unterscheiden.
Eisenmangel
Ein Eisenmangel tritt am häufigsten auf, wenn der pH-Wert des Substrats ansteigt.
Zu den Symptomen gehören:
- Leuchtend gelbe neue Blätter
- Grüne Adern bleiben sichtbar
- Älteres Laub bleibt gesund
Diagnose:
Eisen ist unbeweglich, daher treten die Symptome zuerst an den jüngsten Blättern auf. Ein klassisches Anzeichen ist eine intervenale Chlorose an jungen Trieben bei ansonsten gesunden älteren Blättern. Bevor Sie die Eisenzufuhr erhöhen, sollten Sie den pH-Wert des Substrats überprüfen, da ein hoher pH-Wert häufig die Hauptursache für eine verminderte Aufnahme ist.
Zinkmangel
Ein Zinkmangel wirkt sich vor allem auf den Neuaustrieb und die allgemeine Pflanzenentwicklung aus.
Zu den Symptomen gehören:
- Kleine, verformte Blätter
- Verkürzte Internodien
- Interveinale Chlorose
- Geringeres Wachstum
Diagnose:
Zink ist relativ unbeweglich, daher treten die Symptome zunächst an den neuen Trieben auf. Da die Verfügbarkeit von Zink mit steigendem pH-Wert abnimmt, sollten Sie den pH-Wert des Substrats und die Bedingungen im Wurzelbereich überprüfen, bevor Sie die Zinkzufuhr erhöhen.
Manganmangel
Ein Mangelmangel ähnelt stark einem Eisenmangel.
Zu den Symptomen gehören:
- Interveinale Chlorose
- Kleine braune Flecken
- Blasse junge Blätter
Diagnose:
Mangan ist relativ unbeweglich, daher treten die Symptome zunächst an jüngeren Blättern auf. Kleine nekrotische Fleckchen helfen oft dabei, diese Erkrankung von einem Eisenmangel zu unterscheiden. Da die Verfügbarkeit von Mangan mit steigendem pH-Wert abnimmt, sollten Sie vor einer Erhöhung der Manganzufuhr stets den pH-Wert des Substrats überprüfen.
Kupfermangel
Kupfermangel tritt relativ selten auf, kann jedoch auftreten, wenn der pH-Wert des Substrats ansteigt oder die Verfügbarkeit von Mikronährstoffen abnimmt.
Zu den Symptomen gehören:
- Dunkles, bläulich-grünes Laub
- Verdrehtes oder verformtes Neuaustrieb
- Absterben der Triebspitzen
- Verminderte Vitalität
Diagnose:
Kupfer ist innerhalb der Pflanze relativ unbeweglich, daher treten die Symptome typischerweise an jüngeren Blättern und in aktiv wachsendem Gewebe auf. Da Kupfermangel selten auftritt und oft anderen Mikronährstoffstörungen ähnelt, sollten Sie den pH-Wert des Substrats und die allgemeine Verfügbarkeit von Mikronährstoffen überprüfen, bevor Sie Abhilfemaßnahmen ergreifen.
Bor-Mangel
Ein Bormangel betrifft in erster Linie aktiv wachsende Gewebe.
Zu den Symptomen gehören:
- Spröde Stiele
- Abgestorbene Triebspitzen
- Schlechte Wurzelbildung
- Deformierter Neuaustrieb
Diagnose:
Bor ist in der Pflanze nicht mobil, daher treten die Symptome zunächst an den Trieb- und Wurzelspitzen auf. Die Boraufnahme hängt eng mit einer gleichmäßigen Feuchtigkeitsversorgung zusammen, weshalb die Bewässerungssteuerung ein wichtiger Bestandteil der Diagnose ist.
Diagnose von Nährstoffmangel bei Cannabis
Blatterscheinungen liefern wertvolle Hinweise, doch visuelle Symptome allein geben selten Aufschluss über das gesamte Bild. Bevor Sie Ihr Düngungsprogramm ändern, sollten Sie eine systematische Diagnose durchführen.
Schritt 1: Das Muster beobachten
Frage dich selbst:
- Treten die Symptome an alten oder an neuen Blättern auf?
- Ist die Verfärbung gleichmäßig, zwischen den Adern oder am Rand?
- Ist die gesamte Pflanze betroffen oder nur der Neuaustrieb?
Schritt 2: Bewertung des Wurzelbereichs
Maßnahme:
- Feed EC
- Substrat EC
- pH-Wert im Wurzelbereich
- Bewässerungshäufigkeit und Trockenrücklauf
Viele „Mängel“ sind in Wirklichkeit eher auf eine schlechte Nährstoffaufnahme als auf unzureichende Bodenfruchtbarkeit zurückzuführen.
Schritt 3: Letzte Änderungen überprüfen
Berücksichtigen Sie etwaige kürzlich vorgenommene Änderungen an:
- Düngemittelkonzentration
- Bewässerungsstrategie
- Umwelt
- Wasserqualität
Die Symptome treten oft erst einige Tage nach dem Stressereignis auf.
Schritt 4: Vor der Korrektur bestätigen
Überprüfen Sie Ihre Diagnose nach Möglichkeit anhand folgender Punkte:
- Gewebeanalyse
- Eine Gewebeanalyse ist am aussagekräftigsten, wenn sie mit einer bekannten gesunden Pflanze derselben Sorte und im gleichen Wachstumsstadium verglichen wird.
- Wasseranalyse
- Substratprüfung
Erhöhen Sie die Nährstoffkonzentrationen erst dann, wenn Sie die zugrunde liegende Ursache ermittelt haben.
Sekundäre Nährstoffe und Mikronährstoffe: Oft übersehen, aber unverzichtbar
Zwar stehen Stickstoff, Phosphor und Kalium meist im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, doch sind Sekundärnährstoffe und Mikronährstoffe für ein gesundes Wachstum und qualitativ hochwertige Erträge ebenso wichtig.
Kalzium
- Unterstützt den Aufbau der Zellwände, das Wurzelwachstum und die allgemeine Pflanzenstruktur.
Magnesium
- Bildet den Kern des Chlorophyllmoleküls und ist für die Photosynthese unverzichtbar.
Schwefel
- Unterstützt die Aminosäureproduktion, die Proteinsynthese und die Enzymfunktion.
Eisen
- Unverzichtbar für die Chlorophyllbildung und einen gesunden Neuaustrieb.
Zink
- Unterstützt die Hormonproduktion, die Enzymaktivierung und die Internodienentwicklung.
Bor
- Fördert gesunde Wachstumspunkte, die Wurzelbildung und die Blütenbildung.
Mangan
- Unterstützt die Photosynthese und den Stickstoffstoffwechsel.
Selbst wenn Nährstoffe in der Düngerlösung vorhanden sind, können ungünstige Bedingungen im Wurzelbereich, Schwankungen des pH-Werts des Substrats oder eine unsachgemäße Bewässerung deren Verfügbarkeit verringern und zu Mangelerscheinungen führen.
Erhaltung der Pflanzengesundheit während des gesamten Anbauzyklus
Nährstoffmangel vorzubeugen ist weitaus einfacher, als ihn zu beheben, nachdem bereits Symptome aufgetreten sind. Umfassende Düngungsprogramme wie Athena Pro Line und Athena Blended bieten eine ausgewogene Nährstoffgrundlage, während eine angemessene Bewässerung, die Pflege des Wurzelbereichs und die Kontrolle der Umgebungsbedingungen dafür sorgen, dass diese Nährstoffe der Pflanze weiterhin zur Verfügung stehen. Eine gleichmäßige Bewässerung, eine ausgewogene Düngung und regelmäßige Kontrollen tragen dazu bei, eine gesunde Nährstoffaufnahme während des gesamten Anbauzyklus aufrechtzuerhalten.
Erfolgreiche Züchter überwachen regelmäßig:
- Feed EC
- Substrat EC
- pH-Wert im Wurzelbereich
- Feuchtigkeitsgehalt im Wurzelbereich (Dryback)
- Bewässerungsleistung und Gleichmäßigkeit
- Wasserqualität
- Gesamtbild der Anlage
Sie erkennen zudem, dass Nährstoffmangel und Nährstoffüberschuss eng miteinander verbunden sind. Übermäßiger Düngereinsatz kann zu Nährstoffantagonismus führen, wodurch die Aufnahme anderer Elemente beeinträchtigt wird und mangelähnliche Symptome auftreten, selbst wenn die Nährstoffe vorhanden sind.
Gesunde Cannabispflanzen basieren auf drei Grundprinzipien:
- Ausgewogene Ernährung
- Gesunde Wurzelsysteme
- Stabile Umgebungsbedingungen
Die Aufrechterhaltung dieser Werte über den gesamten Anbauzyklus hinweg ist der wirksamste Weg, um Nährstoffmangel zu verhindern und den Ertrag zu maximieren.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Nährstoffmangel bei Cannabis wird nicht immer durch fehlenden Dünger verursacht. Häufiger ist er auf eine schlechte Nährstoffaufnahme zurückzuführen, die durch Stress im Wurzelbereich, einen instabilen pH-Wert, übermäßige Salzansammlung, Bewässerungsprobleme oder ungünstige Umweltbedingungen bedingt ist.
Eine genaue Diagnose beginnt damit, die Nährstoffmobilität zu verstehen, sichtbare Symptome zu erkennen und die Bedingungen im Wurzelbereich zu bewerten, bevor Sie Anpassungen an Ihrem Düngeplan vornehmen.
Anstatt einzelnen Mängeln hinterherzujagen, sollten Sie sich darauf konzentrieren, eine ausgewogene Ernährung, eine gleichmäßige Bewässerung, gesunde Wurzeln und ein stabiles Wachstumsumfeld zu gewährleisten. Wenn diese Grundlagen gegeben sind, sind Cannabispflanzen besser in der Lage, ein kräftiges Wachstum aufrechtzuerhalten, die Nährstoffaufnahme zu maximieren und während des gesamten Anbauzyklus hochwertige Erträge zu erzielen.
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